Arbeitsmodelle als Mitarbeiterbenefit – Einordnung
Arbeitsmodelle gehören zu den wirkungsvollsten, aber zugleich am wenigsten klar abgegrenzten Mitarbeiterbenefits. Im Gegensatz zu monetären Benefits wie Sachbezügen wirken sie über die Organisation von Arbeit selbst.
Für Arbeitgeber sind Arbeitsmodelle daher kein Zusatzangebot im klassischen Sinn, sondern ein strukturelles Instrument der Arbeitsorganisation. Als Mitarbeiterbenefit entfalten sie ihre Wirkung vor allem dort, wo sie bewusst gestaltet, klar kommuniziert und konsistent umgesetzt werden.
Diese Seite ordnet Arbeitsmodelle als Mitarbeiterbenefit ein und grenzt sie von anderen Benefit-Arten ab.

Was sind Arbeitsmodelle im Benefit-Kontext?
Arbeitsmodelle beschreiben, wie, wann und wo Arbeit erbracht wird. Im Kontext von Mitarbeiterbenefits stehen dabei nicht arbeitsrechtliche Details im Vordergrund, sondern die erlebte Gestaltungsfreiheit und Verlässlichkeit für Mitarbeitende.
Als Mitarbeiterbenefit umfassen Arbeitsmodelle insbesondere:
- die zeitliche Organisation von Arbeit
- die räumliche Organisation von Arbeit
- den Grad an Selbstorganisation und Autonomie
Arbeitsmodelle wirken damit direkt auf Alltag, Vereinbarkeit und Planbarkeit – ohne als geldwerter Vorteil aufzutreten.
Abgrenzung zu monetären Mitarbeiterbenefits
Im Unterschied zu steuerfreien oder pauschal versteuerten Benefits sind Arbeitsmodelle nicht vergütungsrelevant. Sie tauchen weder in der Lohnabrechnung noch in der Steuerberechnung auf.
| Merkmal | Arbeitsmodelle | Monetäre Benefits |
|---|---|---|
| Steuerliche Behandlung | keine | steuerfrei / pauschal |
| Abrechnung über Payroll | nein | ja |
| Wirkung | organisatorisch | finanziell |
| Wahrnehmung | strukturell | unmittelbar |
Gerade diese Abgrenzung macht Arbeitsmodelle zu einem eigenständigen, nicht ersetzbaren Bestandteil einer ganzheitlichen Benefit-Strategie.
Zentrale Formen von Arbeitsmodellen als Mitarbeiterbenefit
Zeitliche Arbeitsmodelle
Zeitliche Arbeitsmodelle betreffen die Verteilung und Lage der Arbeitszeit, z. B.:
- Gleitzeitmodelle
- Teilzeitmodelle
- Vertrauensarbeitszeit
- Arbeitszeitkonten
Als Mitarbeiterbenefit wirken sie vor allem durch Planbarkeit und individuelle Anpassungsmöglichkeiten.
Räumliche Arbeitsmodelle
Räumliche Arbeitsmodelle definieren den Arbeitsort:
- Homeoffice
- Hybride Modelle
- Mobile Arbeit
Ihr Nutzen als Mitarbeiterbenefit liegt weniger im Ort selbst als in der Reduktion von Pendelzeiten und der besseren Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben.
Bürohunde als arbeitsorganisatorische Ergänzung
Bürohunde werden in einigen Organisationen als Teil einer offenen und vertrauensbasierten Arbeitsumgebung verstanden. Sie sind kein eigenständiges Arbeitsmodell und auch kein klassischer Mitarbeiterbenefit, sondern eine arbeitsorganisatorische Rahmenbedingung, die nur in bestimmten Arbeitsmodellen sinnvoll integrierbar ist.
Als Ergänzung zu präsenzbasierten oder hybriden Arbeitsmodellen können Bürohunde das Arbeitsumfeld positiv beeinflussen, etwa durch eine entspanntere Atmosphäre oder informelle soziale Interaktion. Gleichzeitig erfordern sie klare Regelungen, etwa zu Rückzugsbereichen, Allergien, Hygiene und Verantwortlichkeiten.
Im Kontext von Arbeitsmodellen ist daher entscheidend, dass Bürohunde nicht informell geduldet, sondern bewusst geregelt werden. Ihre Wirkung als positiver Faktor entsteht nur dort, wo sie in die bestehende Arbeitsorganisation eingebettet sind und mit den Bedürfnissen aller Mitarbeitenden vereinbar bleiben.
Organisationsbezogene Arbeitsmodelle
Diese Modelle betreffen die Art der Zusammenarbeit und Steuerung:
- selbstorganisierte Teams
- projektbasierte Arbeit
- Ergebnis- statt Präsenzorientierung
Hier wirkt der Benefit über Vertrauen, Autonomie und Verantwortungsübernahme.
Wirkung von Arbeitsmodellen auf Mitarbeiterbindung
Arbeitsmodelle wirken als Mitarbeiterbenefit vor allem langfristig. Sie beeinflussen:
- Zufriedenheit und Loyalität
- wahrgenommene Wertschätzung
- Stabilität von Arbeitsverhältnissen
Im Gegensatz zu kurzfristig wirksamen monetären Benefits entfalten Arbeitsmodelle ihre Wirkung kontinuierlich – oft erst im Zusammenspiel mit anderen Benefits.
Rolle von HR und Führung bei Arbeitsmodellen
Da Arbeitsmodelle tief in die Organisation eingreifen, liegt ihre Verantwortung primär bei:
- HR
- Führungskräften
- Unternehmensleitung
Als Mitarbeiterbenefit funktionieren Arbeitsmodelle nur dann, wenn sie:
- klar definiert sind
- einheitlich angewendet werden
- transparent kommuniziert werden
Uneinheitliche oder informelle Regelungen schwächen ihre Wirkung erheblich.
Einordnung im Gesamtportfolio von Mitarbeiterbenefits
Arbeitsmodelle ergänzen monetäre Benefits, ersetzen sie jedoch nicht. In einer strukturierten Benefit-Landschaft übernehmen sie die Rolle eines nicht-monetären Basisbenefits, der für alle Mitarbeitenden relevant ist – unabhängig von Steuerklasse oder Einkommen.
Gerade in größeren Organisationen sind Arbeitsmodelle daher ein verbindendes Element zwischen Kultur, Organisation und Benefits.
Fazit
Arbeitsmodelle sind ein eigenständiger Mitarbeiterbenefit, dessen Wirkung nicht über finanzielle Anreize, sondern über die Organisation von Arbeit entsteht. Sie beeinflussen den Arbeitsalltag unmittelbar und prägen, wie verlässlich, planbar und gestaltbar Arbeit für Mitarbeitende erlebbar ist.
Als Teil einer strukturierten Benefit-Landschaft übernehmen Arbeitsmodelle eine grundlegende Rolle. Sie bilden den organisatorischen Rahmen, innerhalb dessen monetäre und nicht-monetäre Benefits wirken können. Ihre Bedeutung liegt weniger in einzelnen Ausprägungen als in der Klarheit, Konsistenz und Verbindlichkeit ihrer Anwendung.
Eine saubere Einordnung von Arbeitsmodellen als Mitarbeiterbenefit schafft Orientierung – für HR, Führungskräfte und Mitarbeitende gleichermaßen – und ist Voraussetzung dafür, Benefits nicht nur anzubieten, sondern systematisch wirksam zu machen.
Möchten Sie das Thema vertiefen?
Wenn Sie sich vertiefend mit einzelnen Aspekten von angrenzenden Benefit-Arten oder der strukturierten Einführung von Mitarbeiterbenefits beschäftigen möchten, finden Sie hier weiterführende Inhalte:
→ Arten von Mitarbeiterbenefits – Übersicht
→ Ziele von Mitarbeiterbenefits
→ Arbeitgeberattraktivität mit passenden Benefits steigern
-> Beteiligte bei Mitarbeiterbenefits
-> Betriebsrat und Mitarbeiterbenefits
Externer Beitrag zur Vertiefung von Personalwirtschaft.de: